Complementor Relationship Management

The Missing Link in Business Relationship Management

Complementor Intelligence

Lesezeichen | | |

Diagnose im Complementor Relationship Management: Complementor Intelligence

 

Von Ѕolo auf http://www.flickr.com/photos/donsolo/3029452838/lightbox/

Bei der Complementor Intelligence lassen sich vier Intelligence-Funktionen unterscheiden: Finden, Filtern, Formatieren und Fokussieren[1]

Finde-Funktion:

Bei der Finde-Funktiongeht es um die Entdeckung von gegenwärtigen und potenziellen Komplementärprodukten sowie von aktuellen und potenziellen Komplementoren.

Filter-Funktion:

Mit dieser Funktionalität sollen alle entdeckten, aber irrelevanten Produkte und Anbieter eliminiert werden. Gründe für eine Elimination könnten z.B. eine niedrige Cross-Selling-Wahrscheinlichkeit (aufgrund einer niedrigen Wertschätzung der komplementären Leistung durch den Kunden) oder eine relativ zu anderen Geschäftsbeziehungen niedrige Wertigkeit darstellen.

Formatierungs-Funktion:

In Analogie zur Kundensegmentierung oder einer Lieferantenklassifikation etwa in A,B oder C-Lieferanten muss eine Komplementoren-Klassifikation (Klassen/Cluster nach Leistungskategorien, Breite des Angebots, Interdependenz- und Integrationsgrad, …) durchgeführt werden.

Fokussierungs-Funktion:

Bei der Fokkusierung rückt die Ermittlung zentraler Leistungen und Komplementoren in den Mittelpunkt, auf die sich die Maßnahmen der Zusammenarbeit konzentrieren sollen (z.B. Komplementoren die helfen die “letzte Meile” zum Kunden zu überbrücken oder Key- bzw. Lead Complementors, die etwa wichtige Innovationen bereitstellen, da das Geschäft sonst nicht zustande kommt, was auch als Chicken and Egg-Problematik bekannt ist oder da z.B. nur durch die Konfiguration mit dieser komplementären Leistung die Primärleistung überhaupt erst ihre Funktion “entfalten” kann etwa durch Betreiber-Dienstleistungen, Hosting, Transport-Services etc., was daher auch als “Funktionsentfaltungsmuster” für hybride Leistungskonfigurationen bezeichnet wird vgl. hierzu Reiss/Günther, S. 108 f.[2])

Anmerkungen    (↵ zurück zum Text)

  1. vgl.Reiss, M. (2009), Zusammenarbeit mit Komplementoren: Herausforderungen und Management-Instrumente für KMU, in: Meyer, J. -A (Hrsg., 2009), Management-Instrumente in kleinen und mittleren Unternehmen. Jahrbuch der KMU-Forschung und -Praxis 2009, S. 384 ff.
  2. Reiss, M. und Günther, A. (2010), Hybride Leistungskonfigurationen: Ein strategiegeleiteter Konstruktionsansatz, in: Marketing – Zeitschrift für Forschung und Praxis, 32, 2010, 2, S. 105-115

Schlagworte:

1 Kommentar

Trackbacks

  1. Where IT works – CRM expo | Complementor Relationship Management

Leave a Response