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Prof. J. Menno Harms: CoRM hilft dem Markterfolg von Ultrabooks

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Hersteller wie Acer, Asus, Lenovo oder Toshiba setzen große Hoffnung in die neueste Generation von schnellen und stromeffizienten Laptops, die sogenannten “Ultrabooks“. Die Anbieter bringen nun die ersten Geräte in die Läden, was erst der Anfang einer Ultrabook-Offensive ist, welche die Dominanz von Apple in diesem Marktsegment brechen könnte.

Bei dieser Marktoffensive wird INTEL, der Hersteller der neuen, stromsparenden Prozessoren der Ultrabooks, eine wichtige Rolle einnehmen. Bisher versorgte der Chiphersteller viele der führenden Rechnerhersteller mit Prozessoren (intel inside). Doch die Marktszene hat sich geändert: der Chiphersteller liefert nicht den Prozessor für die iPad Generation von Apple! Somit muss Intel darauf achten, dass die Markteinführung der Ultrabooks erfolgreich wird. Hierzu forciert Intel eine der größten Marketingkampagnen der letzten Jahre.[1]

Damit betreibt Intel sehr anschaulich CoRM, indem die Geräte der jeweiligen Hersteller nicht nur von den Herstellern selbst, sondern gerade auch von Intel angepriesen werden. Die Werbekampagnen der Gerätehersteller und Intel ergänzen sich, die Kosten werden quasi auf mehreren Schultern “verteilt”. Diese integrierte Promotion im Sinne des CoRM hilft, Absatzpotenziale zu erschließen.

Auch die Wintel-Komplementarität lässt sich an diesem Beispiel gut beobachten: Der Markterfolg der Ultrabooks wird nach INTEL Aussagen von der Einführung von Microsofts Windows 8 abhängen, vor allem weil nur so der berührungsempfindliche Bildschirm verwendet werden kann.[2]

Anmerkungen    (↵ zurück zum Text)

  1. o. V. (2011), Chipriese Intel plant größte Werbekampagne seit Jahren, in: Handelsblatt, 2011, 216, S. 1
  2. Hofer, J. (2011), Ultrabooks fordern iPad heraus, in: Handelsblatt, 2011, 216, S. 20-21

1 Kommentar

  1. Mangelhafte Preisintegration?
     
    Bislang scheint die (integrierte) Preispolitik bei den sog. Ultrabooks die Kunden nicht zu überzeugen (vgl. Hofer, J. (2012), Schwacher Start für die Ultrabooks, in: Handelsblatt, o. Jg., 2012, 112, S. 26)

    Das schadet sowohl Intel als auch den Computerherstellern, insb. mit Blick auf den Erfolg des iPad & Co.

     

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