Complementor Relationship Management

The Missing Link in Business Relationship Management

Microsoft subventioniert Komplementoren: App-Entwickler

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Es ist ein Krieg um die Aufmerksamkeit der Entwickler

Cameron Clayton – Vizepräsident der digitalen Geschäfte des amerikanischen “Weather Channel”[1]

Um den Vorsprung von Apple und Android bei Apps einzuholen, bezahlt Microsoft eine externe Firma, die eine Foursquare-App für das Windows Phone entwickelte. Der Plattform Windows Phone fehlt nicht nur ein breites Spektrum an Apps (500.000 iPhone-Apps vs. 70.000 Windows Phone-Apps) sondern gerade auch die wichtigen Apps etwa vom Spielehersteller Zynga.

Zusätzlich zur direkten Beauftragung von App-Entwicklern bietet Microsoft Schulungen sowie Services, um die “Entwicklungslust” zu steigern.

Aus Sicht der Entwickler ist die Sicherstellung der “Konfigurationsflexibilität” (Entwicklung der App für unterschiedliche Plattformen) oft  teuer, weshalb viele Apps nur für die Plattformen entwickelt werden, welche die größte Nutzerbasis haben oder deren Attraktivität durch ein breites Spektrum vorhandener Apps sehr hoch ist. Letzteres lockt letztlich potenzielle Nutzer an (indirekte Netzwerkeffekte). Wie abhängig die Plattformanbieter von der “Unterstützung” durch neue Apps sind, zeigt der kriselnde Blackberry-Hersteller RIM. Nicht selten stellen Unternehmen im Zuge der Entwicklung von Windows Apps die Entwicklung von Blackberry-Apps ein. Sie setzten hier eindeutig auf eine steigende Attraktivität der Microsoft Plattform (eingeschränkte Konfigurationsflexibilität).

Anmerkungen    (↵ zurück zum Text)

  1. vgl. zu diesem Beitrag: Jarjour, M. (2012), Microsoft erkauft sich die Zuwendung von App-Machern. “Krieg um Entwickler”, in: Handelsblatt, o. Jg., 2012, online, Abruf am 11.04.2012

1 Kommentar

  1. Microsoft geht immer cleverer vor. Entweder Komplementoren oder aber ganze App-Entwickler Firmen werden aufgekauft. Der Deal mit Skype war einer der besten in der Unternehmensgeschichte. Der Deal mit Facebook, war etwas weniger gut, weil Microsoft sicherlich mehr als nur 1,6 % von Facebook gerne hätte.
    Trotzdem beobachte ich die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit. Mal sehen wie sich die Erweiterung der Marktanteile im Bereich Smmartphones weiter entwickelt.

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