Complementor Relationship Management

The Missing Link in Business Relationship Management

Komplementorenbeziehungen sind erfolgskritisch

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Die Zusammenarbeit mit den “richtigen” Komplementoren entscheidet häufig über den Erfolg oder Misserfolg einer Referenzleistung. Das muss Nokia mit seinem als Hoffnungsträger gestarteten Lumia 900  schmerzlich erfahren. Teils wird schon spekuliert, dass Nokia sich mit der “Bindung” an Microsoft “verkalkuliert hat”. Die Verkaufszahlen des Nokia Lumia 900 zum Verkaufsstart in den USA sind, milde formuliert, nicht zufriedenstellend, der Marktanteil mit 0,3  % schwach. Ein Grund hierfür ist, dass der Hoffnungsträger kein Upgrade auf Windows 8 erhalten wird. Ein hierdurch resultierender Einbruch des Geräteverkaufs wurde bereits vor einigen Wochen im Handelsblatt vorausgesagt: “Gerade mal 18 Monate sind die Windows-Telefone von Microsoft jetzt auf dem Markt – und schon fast schrottreif. (…) Der Gewaltakt ist riskant, der Geräteverkauf könnte einbrechen, bis die neue Hardware da ist, fürchten Analysten.[1] Die Umstellung auf Windows 8 ist für Microsoft unerlässlich, um den Anschluss an iOS und Android nicht zu verlieren. Microsoft sichert dabei seinen Komplementoren – den Programmierern von Apps – die Konfigurationsflexibilität  für alle Geräteklassen zu. Für Gerätehersteller wie Nokia ist dieser Versionswechsel, wie skizziert, sehr kritisch.

Fraglich ist, wie der Absatz der Windows Phone 8-Geräte von Samsung, Huawei und HTC sich entwickelt. Erfolgskritisch wird hier die Plattformstrategie von Microsoft sein: Wird die Umstellung auf Phone 8 mehr Programmierer anlocken und die Kunden überzeugen, durch eine überarbeitete Bedienoberfläche, die sich individueller konfigurieren lässt, Karten, um die Speicher zu erweitern, NFC-Unterstützung (mobile Payment), eine “flexiblere” Bildschirmauflösungen sowie den neuen Web-Browser Internet Explorer 10? Die Plattformstrategie impliziert eine Integration mit diversen Komplementoren: Programmierern, Geräte-Herstellern, Content-Anbietern, Speicherkartenherstellern, Kreditkartenunternehmen, Banken, dem Handel, Telekommunikationsunternehmen und/oder Mobilfunktanbietern. Ein strategieorientiertes und systematisches CoRM ist für das Management dieses “Portfolios” an Komplementoren unabdingbar.

 

Anmerkungen    (↵ zurück zum Text)

  1. Postinett, A. (2012), Microsoft-Telefone sind von derTechnik überholt. Neue Systeme laufen auf den 18 Monate alten Geräten nicht, in: Handelsblatt, o. Jg., 2012, 119, S. 25

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